Artikel von Markus Zinkl
COROS PACE Professional (€399,00/$349,00)
Einleitung
Die COROS Tempo Professional ist ein bedeutender Schritt in der Weiterentwicklung der COROS-Produktlinie. Mit der Einführung eines hochauflösenden AMOLED-Shows und einer Vielzahl von Verbesserungen in Arduous- und Software program positioniert sie sich als starker Konkurrent zu Premium-Modellen wie der Garmin Forerunner-Serie oder der Polar Vantage-Serie. Hier ein detaillierter Einblick in die Funktionen, Stärken und Schwächen der COROS Tempo Professional.
Design und Verarbeitung
Die COROS Tempo Professional punktet mit einem überarbeiteten Design, das Funktionalität und Ästhetik gekonnt vereint.
Das 46-mm-Gehäuse ist etwas größer als bei vorherigen Modellen und sorgt in Kombination mit dem neuen Silikonarmband für einen bequemen Sitz, auch bei längeren Trainingseinheiten. Die Verarbeitung ist strong, die Uhr ist wasserdicht bis 5ATM und widersteht einem breiten Temperaturbereich – ultimate für intensive Out of doors-Abenteuer.
Das neue 1,3-Zoll-AMOLED-Show ist das Spotlight: Mit einer Auflösung von 416 x 416 Pixeln und einer Helligkeit von bis zu 1.500 nits bietet es eine brillante Darstellung, die bei allen Lichtverhältnissen überzeugt.
Es ist zudem so reaktionsschnell, dass selbst schnelle Gesten flüssig erkannt werden. Ein kleiner Nachteil: Die Bildwiederholfrequenz des Shows kann das Fotografieren der Uhr erschweren.
{Hardware}- und Software program-Upgrades
Die COROS Tempo Professional bietet eine Reihe von Verbesserungen im Vergleich zur Tempo 3.
Umstellung von MIP auf AMOLED-Show (von 240x240px auf 416x416px)
AMOLED-Show mit einer Helligkeit von 1.500 nits
Vergrößerung des Shows von 1,2 auf 1,3 Zoll
Vergrößerung des Gehäuses von 42 mm auf 46 mm
Erhebliche Vergrößerung der Tasten und des Griffs
Neuer optischer Herzfrequenzsensor (gegenüber Tempo 3)
Zusätzliche EKG-Funktion (Hinweis: Nicht FDA/CE-zertifiziert, keine AFib-Erkennung)
Neuer GPS-Chipsatz und neues Antennendesign (im Vergleich zum Tempo 3)
Erhöhte GPS-Akkulaufzeit von 25 Stunden auf 38 Stunden (Modus „Alle Systeme“)
Tägliche Akkulaufzeit der Smartwatch 20 Tage (Gesten-Show) oder 6 Tage (At all times-On Show)
Vergrößerung des internen Speichers von 4 GB auf 32 GB
Erhöhte Prozessorgeschwindigkeit
Farbige Karten hinzugefügt
Preiserhöhung von €249/$229 auf $349
Funktionen im Element
Die Tempo Professional setzt auf eine Kombination aus nützlichen Sportfunktionen und grundlegenden Smartwatch-Options. Hier die wichtigsten Punkte im Element:
Sportprofile & Sensorintegration: Die Uhr unterstützt zahlreiche Sportprofile, darunter Laufen, Radfahren, Schwimmen und mehr. Externe Sensoren wie Herzfrequenzgurte und Leistungsmesser können problemlos gekoppelt werden.
Karten und Navigation: Die Uhr bietet vollfarbige Karten, die besonders für Trailrunner und Wanderer interessant sind.
Die Karten sind allerdings nicht routingfähig. D.h. es werden keine Straßennamen auf der Karte angezeigt und auf der Uhr lässt sich keine neue ungeplante Route z.B. Zu einem POI starten. Auch zurück zum Begin lässt sich nur auf dem vorab auf die Uhr geladenen Observe navigieren. COROS plant, bis Anfang 2025 Straßen- und Wegenamen zu integrieren. Der Obtain von Karten ist kostenlos und funktioniert über Bluetooth oder WiFi. Kleiner Tipp, da die Karte standardmäßig nur bei Navigation angezeigt wird, hier ein kleiner und leider umständlicher Trick, wie die Karte als Aktivitätsseite hinzugefügt werden kann.
1. Aktivität starten
2. “Zurück” – Style lange drücken
3. Karte wählen
4. “Zurück” – Style erneut drücken und die Abfrage, ob die Karte als Aktivitätsseite hinzugefügt werden soll, erscheint.
Trainingsanalyse: Die Tempo Professional erfasst eine Vielzahl an Metriken, darunter Trainingsbelastung, Erholung und Health. Dabei neigen die Berechnungen der Trainingsbelastung dazu, höhere Werte anzuzeigen als bei Konkurrenten wie Garmin oder Polar. Das sollte bei der Interpretation der Daten berücksichtigt werden.
App-Integration: Die COROS-App ist das zentrale Component für die Konfiguration von Datenfeldern, Trainingsplänen und Analysen. Die Synchronisation mit Plattformen wie Strava und TrainingPeaks erfolgt nahtlos.
Akkulaufzeit
Ein weiteres Spotlight ist die Akkulaufzeit der Coros Tempo Professional. Im GPS-Modus hält die Uhr bis zu 38 Stunden durch, im Smartwatch-Modus sind es 20 Tage – oder 6 Tage bei aktiviertem At all times-On-Show. Diese Herstellerangaben kann ich bestätigen. Coros typisch, ist die Akkulaufzeit definitiv eine Stärke, selbst mit dem neuen Amoled Show. Damit eignet sie sich nicht nur für den Alltag, sondern auch für ausgedehnte Abenteuer.
Praxistest
Im Alltag und bei intensiven Trainingseinheiten liefert die COROS Tempo Professional eine beeindruckende Leistung. Die GPS-Genauigkeit ist erstklassig, und die Herzfrequenzmessung gehört zu den besten, die COROS bisher entwickelt hat. Besonders Läufer und Trailrunner profitieren von den detaillierten Trainingsmetriken und der Kartenfunktion. Allerdings erfordert das manuelle Synchronisieren von Routen über die COROS-App etwas Geduld, und es fehlt an automatischen Re-Routing-Funktionen.
Schauen wir uns das aber noch im Element anhand von einigen Trainingseinheiten an. Lasst uns zuerst einen Blick auf die Leistung der Herzfrequenzmessung eingehen. Vorab aber zur Information, dass ich die PacePro nur bei kalten Temperaturen testen konnte. Dazu habe ich noch eine eher schlechte Durchblutung in den Händen, was additionally wahrscheinlich die schlechtesten Voraussetzungen für eine optische Herzfrequenzmessung sind.
Hier die Tempo Professional im Vergleich mit der Garmin Enduro 3 bei einem Trailrun. Bitte den Bereich von 00:31 – 00:41 ignorieren, da ich hier die Aktivität pausiert hatte. Zu Beginn sind beide relativ ähnlich mit ein paar Ausschlägen der Tempo Professional. Am Ende sind diese doch deutlicher. Hier ist die Enduro 3 etwas genauer.
Bei diesem Lauf hatte ich die Enduro 3 mit einem Polar H10 Brustgurt verbunden. Hier ist die Coros Professional 3 nahezu Perfekt, bis auf ein paar kleine Aussetzer. Sehr beeindruckend.
Zum Abschluss noch ein Lauf mit kurzen Sprints bei ca. 00:18 und Tempopace von 00:32 – 00:44. Die Enduro 3 struggle dabei mit dem Coros HRM Band am rechten Oberarm verbunden. Leider kam hier die Tempo Professional ab dem Abschnitt bei Tempopace komplett ins Schleudern.
Da es bei mir kaum flache Strecken gibt, trainiere ich auch oft nach Leistung. Dabei ist zu sagen, dass es nicht wirklich einen Normal für die Leistungsmessung beim Laufen gibt. Daher achte ich dabei eher auf die Leistung relativ zu meiner gefühlten Anstrengung. So kommt man recht schnell auf seine Leistungsbereiche vom jeweiligen Hersteller.
Hier wieder der selbe Lauf mit kurzen Sprints und Tempopace von 00:32 – 00:44. Sowohl Enduro 3 als auch Tempo Professional korrelieren hier sehr intestine. Was ich über den Testzeitraum beobachten konnte, ist, dass die Tempo Professional ziemlich konstant etwa 80 – 90 Watt weniger anzeigt.
Abschließend noch die GPS Genauigkeit, mit der ich grundsätzlich bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr zufrieden struggle. Hier die Enduro 3 und Tempo Professional beidem mit Multiband-Modi und eher einfachem Gelände, was keine der beiden großartig fordern sollte.
Nur an dieser Stelle hatte ich bei diesem Lauf leichte Abweichungen der Tempo Professional. Hier hatte die Tempo Professional minimal mit den etwas höheren Gebäuden zu kämpfen, dabei aber immer noch absolut im Rahmen.
Hier ein längerer Trailrun in den Bergen. Dabei konnte ich die GPS Genauigkeit auf schmalen Wegen und auch mit Baumbedeckung testen. Auch hier waren beide Tracks nahezu identisch.
Alles in allem bin ich mit der Leistung der Coros Professional sehr zufrieden, lediglich bei der Herzfrequenz struggle die Leistung schwankend.
Stärken
Brillantes AMOLED-Show: Das Show ist ein echtes Spotlight und bietet exzellente Lesbarkeit unter allen Bedingungen.
Lange Akkulaufzeit: Mit bis zu 38 Stunden im GPS-Modus gehört die Tempo Professional zu den ausdauerndsten Sportuhren.
Robuste Verarbeitung: Wasserdicht bis 5ATM und widerstandsfähig gegenüber extremen Temperaturen.
Kostenlose Karten: Karten-Downloads sind weltweit kostenlos und über Bluetooth oder WiFi möglich.
Umfassende Trainingsmetriken: Besonders die Herzfrequenzvariabilität und detaillierte Erholungsmetriken überzeugen.
Schwächen
Eingeschränkte Musikfunktionen: Die Unterstützung beschränkt sich auf MP3-Dateien, Streaming-Dienste fehlen.
Smartwatch-Options: Benachrichtigungen sind rudimentär, und es fehlen Emojis sowie Bilder. Kontaktloses Bezahlen wird nicht unterstützt.
Navigation: Die Karten sind nicht routingfähig, und es fehlt an Funktionen wie automatischem Re-Routing.
EKG-Funktion: Diese ist noch nicht zertifiziert und bietet daher keine AFib-Erkennung.
Optische Herzfrequenzmessung könnte besser sein
Vergleich mit anderen Modellen
Mit einem Preis von 399 € positioniert sich die COROS Tempo Professional direkt neben Modellen wie der Garmin Forerunner 265 und der Polar Vantage-Serie. Ihr AMOLED-Show und die lange Akkulaufzeit machen sie zu einer attraktiven Wahl. Allerdings fehlen einige Funktionen wie Musik-Streaming und kontaktloses Bezahlen, die bei der Konkurrenz zu finden sind.
Fazit
Die COROS Tempo Professional ist eine vielseitige Multisport-Smartwatch, die vor allem durch ihr brillantes AMOLED-Show und ihre robuste Verarbeitung überzeugt. Ihre Stärken liegen in der Akkulaufzeit, den umfangreichen Trainingsmetriken und der präzisen GPS-Efficiency. Schwächen zeigen sich bei den Smartwatch- und Musikfunktionen sowie bei der Navigation. Für Sportler und Out of doors-Enthusiasten, die Wert auf Leistung und ein herausragendes Show legen, ist die Tempo Professional jedoch eine klare Empfehlung.
Tester
Markus Zinkl ist 35 Jahre alt und lebt in einem kleinen Dorf in Bayern, Deutschland. Er begann mit dem Laufen nur, um seinen Hauptsport, Fußball zu unterstützen. Seit er mit dem Fußballspielen aufhörte, wurde Laufen zu seiner Hauptsportart, um match zu bleiben.
Er läuft jetzt 5-6 Mal professional Woche zwischen 60 und 80 Kilometer. Abgesehen von einem lokalen Staffellauf läuft er selten Rennen. Markus läuft sowohl auf dem Path als auch auf der Straße und ist ein absoluter Ausrüstungsgeek. Neben dem Laufen verbringt er den größten Teil seiner Freizeit mit Wandern, insbesondere in den Bergen, wo auch sein Interesse an Ausrüstung zum Tragen kommt.
Die Uhr, die Grundlage dieses Assessments ist, wurde uns von Coros kostenlos zur Verfügung gestellt. Die dargestellten Meinungen sind unsere eigenen.
Wir freuen uns über Kommentare und Fragen in der Kommentarrubrik.
Um bestmöglich auf eure Fragen einzugehen, nennt nach Möglichkeit euer Laufpensum, Geschwindigkeiten, Renndistanzen und eure aktuellen Schuhe.
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