Tracksmith NDO Anorak (410€), NDO Tights (265€) & Eliot NDO (280€)
Einleitung
Wintertraining stellt besondere Anforderungen an Laufausrüstung – nicht nur an einzelne Produkte, sondern an das Zusammenspiel aus Schuhen, Bekleidung, Materialien und Konstruktion. Minusgrade, Schneetreiben, eisiger Wind, nasser Matsch und wechselnde Untergründe verlangen nach Lösungen, die zuverlässig schützen, ohne das Laufgefühl unnötig zu dämpfen oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Genau hier positioniert sich die Tracksmith No Days Off (NDO) Kollektion mit dem Anspruch, kompromissloses Coaching auch unter den widrigsten Bedingungen zu ermöglichen.
Mit dem Eliot NDO, dem NDO Anorak und den NDO Tights verspricht Tracksmith ein vollständig aufeinander abgestimmtes System für winterliche Laufeinheiten. Wetterfeste Außenschichten, temperaturregulierende Merino-Liner und langlebige Efficiency-Materialien sollen dafür sorgen, dass Schutz, Komfort und Dynamik auch bei echtem Winterwetter erhalten bleiben.
Dieser Take a look at soll zeigen, ob das NDO-System diesem Anspruch in der Praxis gerecht wird: Wie schlagen sich Schuh, Anorak und Tights bei Sturm, Schneefall und eisigen Temperaturen? Wie ausgewogen ist das Verhältnis aus Isolation, Atmungsaktivität und Efficiency? Und eignet sich dieses Setup tatsächlich für konsequentes Coaching an Tagen, an denen Motivation und Materials gleichermaßen gefordert sind?
Professional & Contra
Professional:
Eliot NDO: Leichte Konstruktion, duales Pebax-Mittelsohlensystem, präziser Lockdown, direkte Rückmeldung vom Untergrund, responsive Energierückgabe, Merino Liner für Komfort und Feuchtigkeitsmanagement
NDO Anorak: Wind- und wasserabweisend, atmungsaktiv, ultraleicht, swiss engineered Schoeller Softshell, Merino Liner, Excessive-Stretch Paneling, 360°-Reflektivität, verstellbare Kapuze, strategische Air flow, interne Gaiter
NDO Tights: Eng anliegend, elastisch, thermoregulierend, Fusion double knit material aus Merinowolle, Nylon und Spandex, windabweisende Overlays, reflektierende Particulars, praktische Taschen und Reißverschlüsse
Herausragende Thermoregulation in allen drei Teilen dank des Merino Liners
Outfit-Kompatibilität: Harmonisches Zusammenspiel in Gewicht, Passform, Schnittführung und Designästhetik
Allwettertauglichkeit: Schutz vor Regen, Wind, Kälte & Schnee, gute Atmungsaktivität bei Intensität
Materialqualität: Hochwertige Nähte, langlebige Oberflächen, minimalistische, langlebige Ästhetik
Contra:
Preis: Hochpreisiges Premiumsegment, Investition für ambitionierte Läufer
Passform: Schuhe relativ schmal, nicht superb für sehr breite Füße oder dicke Wintersocken, Tights sportlich eng, Anorak locker für Layering
Daten
Gewicht:
Stapelhöhe: 34.5 mm / 25.5 mm, Sprengung: 9 mm
Verfügbarkeit: Erhältlich auf Tracksmith.com für 280€
Hyperlink zu allen RTR-Testberichten: HIER
Tester:
Nils Scharff (IG @nilspecial89)
Ich bin 36 Jahre alt, gebürtig aus Kassel, lebe in Heilbronn und bin seit über acht Jahren leidenschaftlicher Läufer. Schon immer habe ich viele Sportarten betrieben – oft 5–7 Mal professional Woche – von Klettern und Bouldern bis hin zum Laufen. Meine Leidenschaft fürs Laufen begann mit einem Firmenlauf, und seitdem hat mich das Laufen nicht mehr losgelassen. Inzwischen bin ich dreizehn Marathons gelaufen, mit einer persönlichen Bestzeit von 2:40:05 h beim Berlin-Marathon, und meine Wettkampf-PB reichen von 5 km (16:15 min) über 10 km (33:09 min) und Halbmarathon (1:15:29 h) bis zum Marathon. Wichtig ist mir, egal ob auf Path oder Straße, vor allem das Abschalten und die Bewegung in der Natur – Laufband oder Kopfhörer sind selten meine Begleiter. Neben dem Laufen engagiere ich mich seit einigen Jahren als Coach und begleite Läufer:innen individuell bei ihren Trainingszielen. Mehr zu meinem Teaching findest du auf meiner Web site: Nils Endurance Lab.
Erster Eindruck, Obermaterial und Passform
Der Tracksmith Eliot NDO ist konsequent als Winter-Efficiency-Schuh gedacht – und das spürt man bereits im ersten Second. Noch bevor der Schuh den Fuß erreicht, vermittelt die hochwertige, bis ins letzte Element durchgestylte Verpackung einen klaren Anspruch: Hier geht es nicht um schnelle Impulskäufe, sondern um ein bewusst kuratiertes Produkt für Läuferinnen und Läufer, die Coaching als festen Bestandteil ihres Alltags begreifen. Haptik, Materialwahl und Gestaltung erzeugen ein quick schon zeremonielles Unboxing-Erlebnis, das Vorfreude weckt und die Erwartungshaltung spürbar nach oben schiebt.
Beim Anziehen setzt sich dieser Eindruck nahtlos fort. Der Merino-Liner umschließt den Fuß weich und heat, quick wie eine Socke, während das strukturierte Higher sofort Vertrauen vermittelt. Es ist dieses seltene Gefühl, dass ein Schuh nicht nur funktional gedacht ist, sondern auch emotional abholt – als Werkzeug für genau jene Tage, an denen man eigentlich lieber drinnen bleiben würde, sich dann aber doch für den Lauf entscheidet. Das Design folgt einem Layering-Prinzip, das man sonst eher aus hochwertiger Laufbekleidung kennt: Eine robuste, gewebte Außenschicht mit weatherproof Membran schützt zuverlässig vor Nässe, Schneematsch und Spritzwasser, während ein nahtloser Merino-Wool-Liner direkt am Fuß für Thermoregulation, Feuchtigkeitsmanagement und Geruchsresistenz sorgt.
Besonders gelungen ist die Integration der gestrickten Heel Pillows im Fersenbereich. Sie erhöhen den Halt, reduzieren Mikrobewegungen und sorgen für einen sehr stabilen Sitz, ohne Druckstellen zu erzeugen. Die Passform ist insgesamt cosy und performance-orientiert, vergleichbar mit dem regulären Eliot Vary, aber klar auf winterliche Bedingungen hin optimiert. Der Fuß sitzt sicher, ohne eingeengt zu werden – ein wichtiger Faktor, um auch bei Kälte eine gute Durchblutung aufrechtzuerhalten.
Das doppelt verstärkte Schnürsystem ist verlängert ausgeführt und erlaubt eine fein dosierbare Anpassung der Spannung. Die sonst von mir genutzt Marathonschnürung ist aufgrund der Konstruktion nicht möglich – ich vermisse sie aber auch nicht großartig, da hier ausreichend Stabilität im Higher vorhanden ist. Eine Silikonbeschichtung der Schnürsenkel verhindert selbst bei Nässe und Kälte ein Lösen und minimiert gleichzeitig Lace Chew. In der Praxis entsteht ein sehr homogener Lockdown, der Vertrauen schafft – gerade auf rutschigem oder unruhigem Untergrund.
Mittelsohle
Die Mittelsohle des Eliot NDO ist eines der technisch spannendsten Elemente des Schuhs und hebt ihn klar von klassischen Wintertrainingsschuhen ab. Tracksmith setzt hier auf ein zweiteiliges, superkritisches Pebax-System, das nicht primär maximale Weichheit, sondern Energieeffizienz, Stabilität und Temperaturstabilität adressiert – ein entscheidender Vorteil bei Minusgraden, bei denen viele EVA-basierte Schäume spürbar verhärten und an Rückstellkraft verlieren.
Direkt unter dem Fuß befindet sich ein Triple-Thickness Pebax Footbed, das den klassischen Einlegesohlenansatz vollständig ersetzt. Durch diese Konstruktion rückt das hochreaktive Materials näher an den Fuß, was die unmittelbare Rückmeldung erhöht und den Rebound spürbarer macht. Das Footbed übernimmt dabei nicht nur die Aufgabe der Dämpfung, sondern wirkt aktiv am Abrollvorgang mit, indem es den Übergang von der Landung in die Abdruckphase gleichmäßig unterstützt.
Darunter liegt eine etwas festere Pebax-Zwischensohle, die als stabilisierendes Chassis fungiert. Diese Schicht erhöht die Haltbarkeit, verbessert die Torsionskontrolle und bietet zusätzlichen Bodenschutz – insbesondere auf rauem, winterlichem Untergrund wie gefrorenem Asphalt, festgetretenem Schnee oder gesprenkelten Gehwegen. Die Kombination aus weicher, reaktiver Oberlage und stabiler Unterschicht sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis aus Komfort und Kontrolle.
Mit einer Stackhöhe von 34,5 mm an der Ferse und 25,5 mm im Vorfuß sowie einem Drop von 9 mm liegt der Eliot NDO etwas niedriger als viele aktuelle Max-Cushion-Modelle. Das Abrollverhalten ist progressiv und intestine kontrolliert, ohne aggressiv zu wirken. Besonders positiv fällt auf, dass die Mittelsohle ihre Charakteristik auch bei niedrigen Temperaturen beibehält: Der Rebound bleibt erhalten, das Materials wirkt weder tot noch schwammig.
In der Praxis liefert dieses System eine sehr gelungene Mischung aus Schutz, Stabilität und Dynamik. Der Schuh fühlt sich nicht explosiv schnell an, bietet aber genügend Response für zügige Dauerläufe, progressive Longruns oder Tempowechsel – selbst bei widrigen Bedingungen. Gerade bei Kälte vermittelt die Mittelsohle ein konstantes, verlässliches Laufgefühl, das Vertrauen schafft. Etwas schade: bei sehr lockeren Geschwindigkeiten wird die an sich tolle Pebax-Mittelsohle durch die dicke Schicht aus Sohlengummi ihres Charms beraubt. Mit einer reduzierten, regulären Außensohle würde sie noch mehr begeistern.
Außensohle
Für die Außensohle setzt Tracksmith auf Vibram XS Trek EVO, eine Gummimischung, die gezielt für wechselnde Untergründe entwickelt wurde und einen ausgewogenen Kompromiss aus Grip, Haltbarkeit und Flexibilität bietet. Im Gegensatz zu aggressiven Path-Gummis steht hier nicht maximale Verzahnung im Fokus, sondern kontrollierte Traktion auf genau jenen Untergründen, die Winterläufer am häufigsten antreffen: nasser Asphalt, Schneematsch, gefrorene Gehwege, Salzreste und glatte Übergänge.
Die Profilgestaltung ist flächig segmentiert und unterstützt ein gleichmäßiges Abrollen, ohne den Schuh steif wirken zu lassen. Gleichzeitig sorgt die Gummimischung für verlässlichen Grip auf feuchten und leicht vereisten Flächen, ohne dabei übermäßig weich zu sein. In der Praxis zeigt sich, dass der XS Trek EVO besonders bei niedrigen Temperaturen konstant bleibt und nicht verhärtet – ein entscheidender Faktor für Sicherheit im Winter.
NDO Anorak
Der Tracksmith NDO Anorak ist kein klassischer Windbreaker, sondern ein technisch anspruchsvolles Winter-Toplayer, das gezielt für lange Läufe bei widrigsten Bedingungen entwickelt wurde. Grundlage bildet eine Schicht aus swiss engineered Schoeller Softshell, die wind- und wasserabweisend ist und gleichzeitig über eine ausgeprägte Vier-Wege-Elastizität verfügt. Dieses Materials bietet deutlich mehr Schutz als ultraleichte Laufjacken, bleibt aber spürbar atmungsaktiver und beweglicher als klassische Hardshells.
Auf der Innenseite ist die Softshell mit einem Merino-Wool-Liner kombiniert, der eine zentrale Rolle im Thermomanagement spielt. Merino speichert Wärme effizient, reguliert Feuchtigkeit auch bei hoher Belastung und verhindert Geruchsbildung – besonders related bei häufigen Winterläufen. In der Praxis entsteht ein sehr stabiles Mikroklima: heat bei Kälte, ausgeglichen bei Intensitätswechseln, ohne Hitzestau.
Die Passform ist locker genug für Layering, aber bewusst nicht outsized. Eine verlängerte Rückenpartie schützt zusätzlich vor Kälte und Spritzwasser.
Besonders durchdacht ist die dreiteilige Kapuze mit Zwei-Punkt-Verstellsystem. Sie sitzt stabil, ohne das Sichtfeld einzuschränken, und bleibt auch bei höherem Tempo zuverlässig an Ort und Stelle. Interne Arm-Gaiter verhindern das Eindringen von kalter Luft und halten die Ärmel in Place.
Ein seitlicher Reißverschluss soll laut Tracksmith sowohl als Einstiegshilfe als auch als Ventilationsöffnung dienen. In der Praxis habe ich dieses Characteristic ehrlich gesagt nicht gebraucht. Das atmungsaktiven Softshellmaterial ermöglicht auch allein schon eine feine Temperatursteuerung bei wechselnder Intensität. Stauraum bieten eine zippergesicherte Brusttasche sowie eine großzügige Kängurutasche, die in ein durchgehendes Innenfach übergeht.
Abgerundet wird das Design durch die markentypische hochreflektierende Sash, die echte 360°-Sichtbarkeit bietet – ein funktionaler Sicherheitsaspekt für Läufe bei Dunkelheit und schlechtem Wetter.
NDO Tights – Materials, Passform & Funktion
Die Tracksmith NDO Tights sind als kompromisslose Winterlaufhose konzipiert und adressieren gezielt die Schwächen klassischer Tights bei Kälte und Wind. Herzstück ist das Fusion Double Knit Material, ein doppelt gestricktes Gewebe aus Merinowolle, Nylon und Spandex. Diese Kombination vereint natürliche Thermoregulation mit struktureller Stabilität und Elastizität.
Merinowolle sorgt für Wärme auch im feuchten Zustand, transportiert Schweiß effektiv ab und wirkt geruchshemmend. Nylon erhöht Abriebfestigkeit und Formstabilität, während Spandex Bewegungsfreiheit und leichte Muskelunterstützung ermöglicht. Ergänzt wird das Hauptmaterial durch windabweisende Overlays, die gezielt an der Vorderseite platziert sind und den Windchill-Effekt deutlich reduzieren.
Die Passform ist körpernah, aber nicht aggressiv kompressiv. Der Bund mit kanalisiertem Kordelzug hält die Hose auch bei voller Beladung stabil in Place. Mehrere Taschen – darunter eine sichere Reißverschlusstasche für das Smartphone und eine durchgehende Rückentasche – bieten praxisnahen Stauraum für lange Läufe.
Reißverschlüsse an den Beinenden erleichtern das An- und Ausziehen und verhindern Scheuerstellen. Umlaufende reflektierende Particulars sorgen für gute Sichtbarkeit bei Dunkelheit.
Laufgefühl & Praxiseinsatz
Im Zusammenspiel zeigen Tracksmith Eliot NDO, NDO Anorak und NDO Tights sehr klar, wofür die No-Days-Off-Linie steht: verlässliche Funktion bei Bedingungen, bei denen Winterausrüstung wirklich gefordert ist. Meine Testläufe fanden bewusst bei Minusgraden, starkem Wind, Schneetreiben, nassem Schneematsch und vereisten Straßenabschnitten statt – additionally genau in dem Einsatzbereich, den Tracksmith mit der NDO-Kollektion adressiert.
Über alle drei Produkte hinweg fällt das außergewöhnlich stabile Thermomanagement auf. Der konsequente Einsatz von Merino-Linern sorgt dafür, dass sich ein sehr ausgeglichenes Mikroklima einstellt. Wärme wird zuverlässig gehalten, gleichzeitig wird Feuchtigkeit effizient abgeführt. In der Praxis funktioniert das besonders intestine bei Intensitätswechseln: Auch bei Tempoverschärfungen oder längeren Anstiegen bleibt das Tragegefühl trocken, während es in ruhigeren Passagen oder bei starkem Gegenwind nicht zu schnellem Auskühlen kommt.
Der Eliot NDO vermittelt auf der Laufstrecke ein hohes Maß an Sicherheit und Kontrolle. Das zweigeteilte, superkritische Pebax®-Mittelsohlensystem bleibt auch bei niedrigen Temperaturen spürbar reaktiv und verliert nicht an Rückstellkraft – ein klarer Vorteil gegenüber klassischen EVA-Konstruktionen. Das Laufgefühl ist nicht aggressiv, aber effizient und vorhersehbar. Besonders auf winterlich unruhigem Untergrund entsteht ein ruhiger, gleichmäßiger Abdruck, der sich sowohl für längere Dauerläufe als auch für progressive Einheiten eignet.
Die Vibram XS Trek EVO Außensohle liefert dabei genau das Maß an Traktion, das man für winterliche Straßen, Parkwege und gemischte urbane Untergründe benötigt. Auf Schnee, Schneematsch und nassem Asphalt bleibt der Grip verlässlich, ohne den Lauf durch übermäßiges Profil oder Steifigkeit zu stören. Der Schuh lädt dazu ein, den natürlichen Laufrhythmus beizubehalten, anstatt vorsichtig zu „tasten“.
Der NDO Anorak spielt seine Stärken vor allem bei Wind, Schneefall und wechselnden Bedingungen aus. Die Kombination aus Schoeller Softshell und Merino-Liner blockt Kälte und Feuchtigkeit effektiv, bleibt dabei aber ausreichend atmungsaktiv. In der Praxis bedeutet das: kein ständiges Nachjustieren, kein Hitzestau, kein klammes Gefühl. Die Kapuze sitzt stabil, die internen Gaiter verhindern Zugluft, und die Ventilationsmöglichkeiten lassen sich auch während des Laufens sinnvoll nutzen.
Die NDO Tights ergänzen das Setup konsequent. Sie halten die Beine selbst bei zweistelligen Minusgraden angenehm heat, ohne schwer oder träge zu wirken. Die Windblocking-Overlays reduzieren den Windchill spürbar, während das Fusion Double Knit Materials Bewegungsfreiheit und Atmungsaktivität erhält. Auf längeren Läufen überzeugen zudem die stabile Passform und der praxisnahe Stauraum – nichts verrutscht, nichts scheuert, nichts lenkt vom Lauf ab.
Fazit
Der Tracksmith Eliot NDO und das NDO Laufoutfit sind kompromisslos auf Wintereinsatz ausgelegt. Schuhe, Anorak und Tights funktionieren genau dort, wo viele Produkte scheitern: bei Minusgraden, starkem Wind, Schneetreiben und nassen, kalten Untergründen. Das herausragende Thermomanagement durch die konsequente Nutzung von Merino-Linern, die temperaturstabile Pebax®-Mittelsohle des Eliot NDO und die verlässliche Vibram-Traktion ergeben ein Setup, das es erlaubt, auch unter widrigsten Bedingungen strukturiert und effizient zu trainieren.
Gleichzeitig bewegt sich die NDO-Kollektion preislich in einer eigenen Liga. Die aufgerufenen Beträge sind extrem hoch und liegen deutlich über dem, was selbst im Premium-Wintersegment üblich ist. Funktional lassen sich viele Aspekte auch günstiger abdecken – was Tracksmith hier verkauft, ist kein Preis-Leistungs-Produkt, sondern ein hochwertiges, bewusst exklusives System aus Materialwahl, Verarbeitung, Design und Langzeitanspruch.
Unterm Strich gilt: Wer im Winter nur „irgendwie“ laufen möchte, ist hier falsch. Wer jedoch bei jedem Wetter draußen trainiert, Wert auf konsequente Funktion, hohe Materialqualität und ein sehr kontrolliertes, souveränes Laufgefühl legt – und bereit ist, dafür tief in die Tasche zu greifen –, findet im NDO-Setup eines der durchdachtesten Winter-Operating-Systeme am Markt. No Days Off ist hier kein Advertising, sondern Programm.
Nils’ Punktzahl: 9.33/10
Laufgefühl: 9.75 – Passform: 9 – Wert: 9 – Stil: 8
3 Vergleiche
adidas Adizero EVO SL ATR (RTR Evaluation)
Der Tracksmith Eliot NDO zielt genau auf das Einsatzszenario ab, in dem auch der EVO SL ATR am meisten überzeugt – ekliges Winterwetter. Im Eliot bekommt man eine Mittelsohle aus superkritischem PEBA, eine niedrigere Stapelhöhe von 25.5/34.5mm (9mm Drop), eine Vibram XS Trek Evo Außensohle mit etwas tieferen Stollen und einen Liner aus Merinowolle. Der NDO liegt damit niedriger am Boden, ist wie auch der EVO SL ATR etwas fester abgestimmt und seine Mittelsohle ist extrem responsiv. Gerade wenn es etwas zügiger sein soll, macht der NDO richtig Freude und läuft sich mühelos. Aufgrund der niedrigen Stapelhöhe würde ich Longruns jenseits der 30km jedoch lieber in einem anderen Modell absolvieren. Der adidas ist diesbezüglich noch vielseitiger. Das Obermaterial des NDO is ganz toll – wo der adidas teilweise etwas tough wirken kann und ggfs. auch Wärmestau im Schuh entsteht, ist der Merino Liner im NDO tremendous bequem und liefert perfekte Klimaregulierung. Insgesamt ist der Tracksmith NDO ein toller Schuh, wirkt Tracksmith typisch deutlich hochwertiger, kostet aber – ebenso typisch – sportliche 280€. Bei diesem Preisunterschied kann ich nicht anders als den EVO SL ATR zu empfehlen. Beide größenecht EUR 44,5.
Hyperlink zum englischen RTR-Take a look at des adidas Adizero EVO SL ATR: HIER
Nike Pegasus 41 GTX (RTR Evaluation)
Nikes Variante eines Winterlaufschuhs, die dem Tracksmith Eliot NDO jedoch in allen Bereichen unterlegen ist. Das Obermaterial des Tracksmith sitzt besser – der Lockdown im Peg lässt im Vergleich zu Wünschen übrig. Und die wasserabweisenden Eigenschaften des Eliot reichen mir persönlich vollkommen aus im Vergleich zur wasserdichten GTX Model des Pegasus. Die Vibram Außensohle des Eliot greift besser, der Schuh ist leichter, die Mittelsohle macht deutlich mehr Spaß – er gewinnt diesen Vergleich deutlich. Beide größenecht EUR 44,5.
Salomon Aero Blaze 3 GRVL GTX (RTR Evaluation Aero Blaze 3)
Der Aero Blaze ist Salomons Each day Coach der mit 27/35mm etwas niedriger am Boden liegt. In der GRVL Variante bekommt er eine Außensohle mit 2,5mm Stollen und die GTX Model spendiert ihm ein wasserdichtes Obermaterial. Insgesamt ist das alles sehr intestine umgesetzt. Insbesondere das GTX Obermaterial ist die beste Umsetzung eines wasserdichten Uppers, die ich bisher am Fuß hatte. Die Optimove Mittelsohle des Salomon ist auf der etwas festeren Seite für heutige Verhältnisse, aber wunderbar federnd und schützend. Für Longruns jenseits der 25km würde ich etwas mehr Dämpfung und Schutz wünschen – da geht es mir in beiden Schuhen ähnlich. Im Salomon Portfolio gäbe es dafür den Aero Glide, der über mehr Dämpfung verfügt. Das Vibram Gummi des Tracksmith funktioniert bei Schnee etwas besser als Salomons Contagrip. Zudem ist die superkritische Pebax Mittelsohle energetischer als das Mittelsohlenmaterial des Salomon und er bietet die tollen Eigenschaften des Merinoliners im Obermaterial. Er gewinnt für mich diesen Vergleich um einen Hauch – kostet aber leider auch quick das Doppelte. Beide größenecht EUR 44.5.
Hyperlink zu allen RTR-Testberichten: HIER
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Die Schuhe, die Grundlage dieses Exams sind, wurden mir von Tracksmith kostenlos zur Verfügung gestellt. Die dargestellten Meinungen sind meine eigenen.
Wir freuen uns über Kommentare und Fragen in der Kommentarrubrik.
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