Artikel von Marcel Krebs und Nils Scharff
ASICS Superblast 3 (220€)
Einleitung
Marcel: Der ASICS Superblast 3 ist die dritte Era eines Schuhs, der die Kategorie der plattenlosen Supertrainer wesentlich mitgeprägt hat. Inzwischen hat ASICS drumherum eine ganze “Blast-Familie” aufgebaut. Der SB 3 ist hierbei innerhalb des aktuellen ASICS-Portfolios der plattenlose Supertrainer für alle, die ein maximal gedämpftes, leichtes und ungewöhnlich vielseitiges (Trainings-) Schuh suchen.
Der SB3 ist hierbei das Modell mit dem breitesten Einsatzbereich neben den spezielleren Modellen wie dem Megablast und vor allem auch dem Sonicblast. Der SB3 soll genau dieses eine Paar sein, zu dem man blind für quick jede Trainingseinheit greift. Additionally das flexibel einsetzbare Arbeitstier.
Gerade im Vergleich zum Megablast ist das spannend, weil ASICS damit zwei sehr ähnlich wirkende, jedoch unterschiedlich positionierte Premium-Modelle im Portfolio hat: Hier der vielseitigere Distanz- und Allround-Supertrainer in Kind des SB3, dort die noch stärker auf maximalen Bounce und Dynamik ausgerichtete Spaßmaschine namens Megablast.
Im Vergleich zum von vielen heiß geliebten Vorgängermodell verspricht ASICS ein noch energiereicheres Laufgefühl, mehr Bounce und zugleich eine weiterhin sehr stabile, alltagstaugliche Plattform für viele Kilometer. Zudem ist der SB3 in der Mustergröße 11 Gramm leichter geworden.
Genau diese Mischung macht den Schuh spannend, denn ein so weicher, hoch aufbauender und zugleich vielseitiger Coach ist immer ein Balanceakt.
Beim Superblast 1 (v2 hatten wir in Deutschland nicht zum Testen) hatte ich genau mit dieser Stability meine Probleme, weil mir der SB2 bei aller Stabilität einfach zu „blocky“ und zu wenig bouncy battle.
Umso spannender battle für mich die Frage, ob der Superblast 3 diesmal wirklich den Sprung zur vielseitigen Spaßmaschine geschafft hat, ohne dabei seine Stabilität zu verlieren.
Quick ebenso spannend battle für mich die Frage, wie sich der SB3 im Vergleich zum Megablast schlagen würde, der mich Anfang des Jahres bereits begeistert hatte. Um diese Frage bestmöglich beantworten zu können, habe ich in den letzten Wochen den SB 3 über mehr als 150km bei unterschiedlichsten Trainingseinheiten getestet.
Von Erholungsläufen mit zerstörten Beinen bis hin zu intensiven Bahnintervallen über Tempodauerläufe battle hierbei alles dabei. Wie sich der SB3 hierbei geschlagen hat, erfahrt ihr wie immer in den nachstehenden Abschnitten.
Nils: Ich finde es spannend, wie Marcel den Superblast 3 klar im Kontext der ASICS-“Blast-Familie” einordnet – denn genau dort sehe ich ihn auch: als das vermutlich zugänglichste und gleichzeitig vielseitigste Modell dieser Reihe. Während Modelle wie der Megablast stärker über maximalen Bounce und Dynamik kommen, ist der ASICS Superblast 3 für mich deutlich näher an dem, was man im Trainingsalltag tatsächlich braucht.
Mein Zugang zum Schuh ist dabei stark durch den Vorgänger geprägt. Der Superblast 2 battle in meinen letzten Trainingsblöcken mein klarer Longrun-Schuh der Wahl – und tatsächlich eines der wenigen Modelle, das ich mir als Tester sogar ein zweites Mal privat nachgekauft habe. Ich würde additionally ohne Einschränkung sagen: Ich battle Fan. Die Kritik, die Marcel anspricht, konnte ich dabei durchaus nachvollziehen. Der Schuh battle fester abgestimmt und wirkte dadurch stabiler, aber eben auch etwas weniger „bouncy“ als andere Modelle in dieser Kategorie. Für mich battle genau das im Longrun-Kontext allerdings eher Stärke als Schwäche.
Mit dieser Ausgangslage battle meine Perspektive auf den Superblast 3 entsprechend eine andere. Ich habe weniger nach einer kompletten Neuausrichtung gesucht, sondern vielmehr danach, ob ASICS es schafft, genau diese stabile, effiziente Plattform zu erhalten und gleichzeitig ein Stück mehr Dynamik und Reaktivität freizulegen.
In der Praxis habe ich den Schuh bislang über knapp 130 Kilometer getestet, mit einem klaren Fokus auf längere Läufe. Darunter waren mehrere Longruns im Bereich von 30 Kilometern mit progressiver Endbeschleunigung – additionally genau die Artwork von Einheit, für die ich persönlich einen Supertrainer einsetzen möchte.
Und genau in diesem Setup wurde der Superblast 3 für mich besonders interessant. Während viele Modelle entweder sehr stark in Richtung Komfort oder in Richtung Dynamik tendieren, hatte ich hier früh das Gefühl, dass ASICS den Candy Spot noch einmal etwas besser trifft als zuvor.
Die zentrale Frage battle für mich daher nicht nur, ob der Schuh „mehr Bounce“ liefert, sondern ob er sich im Vergleich zum ohnehin schon sehr starken Vorgänger als noch kompletterer Longrun-Schuh präsentiert. Die Antwort darauf hat sich relativ schnell angedeutet – und fällt insgesamt ziemlich eindeutig aus.
Professional & Contra
Professional:
Extrem breites Einsatzspektrum vom lockeren Regenerationslauf bis zu Tempodauerläufen
Der vielleicht beste Longrunschuh, den man derzeit für Geld kaufen kann
Ein nahezu perfekter Allrounder, der für viele Läufer auch eine ernstzunehmende Possibility für Wettkämpfe über die (Halb-) Marathondistanz darstellt
Deutlich lebendigeres, bouncigeres Laufgefühl als der Superblast 1/2
Nahezu perfekte Passform mit geräumigerer Zehenbox und festem Mittelfuß- & fersenhalt
Weiche und komfortable Dämpfung, ohne schwammig zu wirken
Trotz hoher und weicher Mittelsohle überraschend stabil, solange man halbwegs impartial abrollt
Funktioniert auch bei langsameren Paces auffallend intestine und macht dort ungewöhnlich viel Spaß
Hohe Abriebfestigkeit der Außensohle verspricht Langlebigkeit
Einer der leichtesten Max-Cushion-Supertrainer
Contra:
Für intensive Intervalleinheiten und Wettkämpfe fehlt der letzte Punch eines reinrassigen Racers
Kein Gripmonster, insbesondere bei Nässe
Wer einen sehr direkten und aggressiven Schuh mit einer eher festen Mittelsohle sucht, ist bei anderen Modellen besser aufgehoben
Tester:
Marcel (IG @operating.analytics) ist ein begeisterter Trailrunner aus Deutschland, der in den letzten Jahren zunehmend seine Leidenschaft für den Straßenlauf entdeckt hat und dort auch den überwiegenden Teil seiner Trainingskilometer absolviert. Über die Halbmarathondistanz liegt seine Bestzeit bei 1:25h (Berlin 2025). Beim Marathon in Hamburg konnte Marcel im selben Jahr erstmals unter der magischen 3h-Marke bleiben; seine Bestzeit steht nunmehr bei 2:58h.
Tempo-BereicheGA1: 05:10 min/km to 05:40 min/kmGA2: 04:40 min/km to 05:10 min/km
TDL: 04:10 min/km to 04:40 min/km
Schwelle: 03:50 min/km to 04:10 min/km
VO2max = 10er- bis 5er-RT: 03:35 min/km to 03:50 min/km
Schnelligkeit = 3er-RT: 03:15 min/km to 03:35 min/km
Zudemliebt er es, bei Rennserien wie der UTMB World Sequence, die Jahr für Jahr mit dem Finale in Chamonix ihren alljährlichen Höhepunkt findet, beim OCC auf den Trails unterwegs zu sein.
Neben seiner Faszination für Laufschuh-Innovationen begeistert sich Marcel auch für technische Devices aller Artwork. Folgt ihm auf IG für die neuesten Nachrichten über seine Testpipeline, Rennberichte und vieles mehr (@operating.analytics).
Nils Scharff (IG @nilspecial89)
Ich bin 36 Jahre alt, gebürtig aus Kassel, lebe in Heilbronn und bin seit über acht Jahren leidenschaftlicher Läufer. Schon immer habe ich viele Sportarten betrieben – oft 5–7 Mal professional Woche – von Klettern und Bouldern bis hin zum Laufen. Meine Leidenschaft fürs Laufen begann mit einem Firmenlauf, und seitdem hat mich das Laufen nicht mehr losgelassen. Inzwischen bin ich dreizehn Marathons gelaufen, mit einer persönlichen Bestzeit von 2:40:05 h beim Berlin-Marathon, und meine Wettkampf-PB reichen von 5 km (16:15 min) über 10 km (33:09 min) und Halbmarathon (1:15:29 h) bis zum Marathon.
Wichtig ist mir, egal ob auf Path oder Straße, vor allem das Abschalten und die Bewegung in der Natur – Laufband oder Kopfhörer sind selten meine Begleiter. Neben dem Laufen engagiere ich mich seit einigen Jahren als Coach und begleite Läufer:innen individuell bei ihren Trainingszielen. Mehr zu meinem Teaching findest du auf meiner Web site: Nils Endurance Lab.
Daten
Gewicht:
Offiziell: 239g (Herren US9)
Testschuhe: 255g (Herren EU 45 / US 11), 247g (Herren EU 44.5 / US 10.5)
Sprengung: 8mm (46,5mm Ferse / 38,5mm Vorfuß)
Verfügbarkeit: Erhältlich im Fachhandel für 220€
Hyperlink zum englischen RTR-Check des ASICS Superblast 3: HIER
Hyperlink zu allen RTR-Testberichten: HIER
Erster Eindruck, Passform und Obermaterial
Marcel: Schon beim Auspacken setzt der Superblast 3 ein echtes Assertion. Der getestete Colorway ist extrem auffällig und bunt, was sicher nicht jeder mögen wird. Auch wenn mir knallige Farben durchaus zusagen, musste ich mich an den Anblick erst mal gewöhnen, da es vielleicht auch die ein oder andere Farbe weniger hätte sein dürfen.
Für all jene, denen es genauso geht, gibt es jedoch auch eine gräuliche Variante für alle, die etwas gedecktere Farben präferieren.
Entscheidend ist aber ohnehin, dass der Schuh direkt hochwertig und durchdacht wirkt. Gerade bei einem Modell dieser Preisklasse muss das Gesamtpaket stimmen, und genau diesen Eindruck vermittelt der Superblast 3 vom ersten Second an.
Das Obermaterial leicht und funktional, ohne fragil zu wirken. Vor allem hat es spürbar mehr Stretch mit als das feste Higher des Megablast. Dies trägt für mich und meinen etwas breiten Vorfuß entscheidend zur nahezu perfekten Passform bei.
Die Zehenbox ist nicht zuletzt aufgrund des Uppers merklich weiter und angenehmer geraten. Gleichzeitig sollte die Passform auch für jene Läufer mit schmaleren (Vor-) Füßen intestine passen. Der Schuh fällt für mich true to measurement aus und passt auch in der Länge genau so, wie ich es mir wünsche. Dies ist eine weitere deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger: Dort battle die Passform (zu) lang und gleichzeitig recht eng in der Zehenbox. Genau das korrigiert der Superblast 3.
Das Higher gibt seitlich genug nach, um den Fuß nicht einzuengen, bietet gleichzeitig jedoch einen ausgezeichneten Halt an Ferse und Mittelfuß.
Gerade bei einer so hohen Mittelsohle ist das wichtig, weil ein weiches, bouncy Setup nur dann wirklich intestine funktioniert, wenn der Fuß nicht auf der Plattform schwimmt. Genau das passiert hier nicht.
Auch die Ferse ist sehr gelungen. Sie ist intestine gepolstert, sitzt sicher und vermittelt direkt Vertrauen. Ich hatte weder Probleme mit Schlupf noch das Gefühl, everlasting an der Schnürung nacharbeiten zu müssen.
Die Zunge ist seitlich vernäht (gusseted tongue) und vergleichsweise dünn.
Gleichwohl die Zunge eine neprenartige Verstärkung unter der Schnürung, um Druck vom Spann zu nehmen.
Eine weitere kreative und effizienter Kniff der ASICS-Ingenieure: Die Zunge ist auf der Innenseite der Zunge auf dem Spann zusätzlich gepolstert, was zum exzellenten Tragekomfort des SB3 ebenfalls beiträgt.
In Summe lassen Passform und Tragekomfort keine Wünsche offen. Im Gegenteil: Besser geht es in diesem Bereich kaum.
Nils: Ich kann Marcels Eindruck in vielen Punkten direkt bestätigen, vor allem was den ersten qualitativen Eindruck angeht. Der ASICS Superblast 3 wirkt vom ersten Second an wie ein durchdachtes Premium-Produkt. Der Colorway ist dabei sicherlich Geschmackssache – ich persönlich fand ihn auffällig, aber nicht störend – entscheidend ist für mich aber ohnehin, wie sich der Schuh am Fuß verhält.
Und hier spielt das Higher seine Stärken sehr schnell aus. Was mir im direkten Vergleich zum Vorgänger besonders aufgefallen ist, ist genau der Punkt, den Marcel anspricht: das deutlich angenehmere Zusammenspiel aus Struktur und Flexibilität. Der Superblast 2 battle im Higher noch spürbar restriktiver, was zwar zu einem sehr sicheren Sitz geführt hat, aber gerade im Vorfußbereich nicht immer optimum battle. Der Superblast 3 löst das deutlich eleganter.
Das zusätzliche Volumen im Vorfuß macht sich vor allem auf längeren Distanzen bemerkbar. Der Fuß hat mehr Raum, sich natürlich zu bewegen, ohne dass der Halt verloren geht. Gerade bei meinen Longruns jenseits der 30 Kilometer battle das ein echter Unterschied. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Druckstellen oder Reibung – selbst dann nicht, wenn die Füße im Verlauf des Laufs spürbar gearbeitet haben.
Interessant ist dabei, dass der Schuh trotz dieses Zugewinns an Komfort nicht an Präzision verliert. Auch mit meinem eher schmalen Fuß sitzt er sicher, insbesondere im Mittelfuß- und Fersenbereich. Die Fixierung ist so intestine, dass die hohe Mittelsohle jederzeit kontrollierbar bleibt. In diesem Zusammenhang hatte ich zudem das Gefühl, etwas tiefer im Schuh zu stehen als noch beim Vorgänger. Die Fersenpartie scheint minimal höher gezogen zu sein, was den Fuß stärker „in“ den Schuh integriert, anstatt nur auf der Plattform stehen zu lassen. Das sorgt für ein zusätzliches Maß an Stabilität und Vertrauen, das gerade bei längeren Läufen einen Unterschied macht.
Die Ferse selbst empfand ich ähnlich gelungen wie Marcel. Sie ist komfortabel gepolstert, ohne überladen zu wirken, und gibt dem Fuß sofort sicheren Halt. Auch bei müden Beinen oder längeren Einheiten musste ich die Schnürung kein einziges Mal nachjustieren.
Ein Element, das im Alltag schnell untergeht, aber hier sehr intestine umgesetzt ist, ist die Zungenkonstruktion. Durch die seitliche Fixierung und die gezielte Polsterung wird der Druck der Schnürung sehr gleichmäßig verteilt. Gerade wenn man den Schuh für längere oder schnellere Einheiten etwas fester schnürt, zahlt sich das spürbar aus.
Unterm Strich hat ASICS hier genau die richtigen Anpassungen vorgenommen. Der Schuh ist spürbar komfortabler und zugänglicher geworden, ohne an Halt einzubüßen – und gewinnt dadurch gerade auf der Langstrecke noch einmal deutlich an Qualität.
Mittelsohle
Marcel: Neben der exzellenten Passform ist die Mittelsohle das Herz des Superblast 3 und der Bereich, in dem ASICS gegenüber dem Vorgänger einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht hat. Der Aufbau setzt auf eine Twin-Layer-Konstruktion mit FF LEAP als oberer, dominanter Schicht und FF BLAST PLUS als unterer Schicht.
Kombiniert führt dies zu einer hohen Plattform mit 46,5 Millimetern an der Ferse und 38,5 Millimetern im Vorfuß bei 8 Millimetern Drop.
Die obere Schicht bringt hierbei das weiche, bouncy Ingredient, während die untere Schicht der Mittelsohle Struktur gibt.
Im Ergebnis ist die Mittelsohle des SB3 ist sehr weich und komfortabel, aber nicht schwammig. Das ist ein wichtiger Unterschied. Es gibt viele hochgedämpfte Coach, die zwar Komfort liefern, dabei aber diffus oder träge wirken. Der Superblast 3 macht das anders. Die Dämpfung schützt den Fuß sehr intestine und liefert ein Most an Komfort. Gleichzeitig bietet sie jedoch auch einen tollen Bounce in quick allen Pacebereichen bei ähnlicher Stabilität wie beim Vorgänger. Gerade auf längeren Läufen merkt man schnell, wie intestine der Schuh Belastungen abfedert, ohne sich vom Untergrund völlig zu entkoppeln. Hierzu gleich mehr im „Laufgefühl“-Abschnitt.
Die Reaktivität der Mittelsohle ist im Vergleich zum Superblast 1/2 der entscheidende Fortschritt. Für mich battle bereits der Superblast 1 nie der überragende Alleskönner, als der er oft beschrieben wurde. Ich fand ihn trotz des geringen Gewichts als „blocky“ und zu wenig bouncy. Der neue Aufbau mit FF LEAP und dem überarbeiteten „Trampoline Pod“ wirkt lebendiger, federnder und dynamischer, und zwar nicht erst dann, wenn man richtig Druck macht. Besonders stark ist, dass dieser Bounce schon in niedrigeren Tempo-Bereichen spürbar ist.
Auch die Plattformstabilität ist intestine gelöst. Offiziell wird der Schuh als besonders energiereich und dynamisch positioniert, in der Praxis bleibt aber gerade die Stability zwischen weicher Mittelsohle und breiter Plattform entscheidend. Für mich funktioniert das sehr intestine. Der Schuh ist für seine Höhe und Weichheit erstaunlich stabil, solange man halbwegs impartial abrollt. Das macht ihn gerade für längere Läufe und ermüdete Beine interessant. Er ist kein Stabilschuh und will auch keiner sein, aber er kippt für mich deutlich weniger, als man bei dieser Konstruktion erwarten könnte.
Das Abrollverhalten passt ebenfalls intestine zum Charakter des SB3. Der Superblast 3 ist kein aggressiv nach vorn kippender Schuh, der den Läufer über eine aggressive Rocker-Konstruktion everlasting in den nächsten Schritt zwingt. Er läuft eher flüssig und rhythmisch, mit einer angenehmen Verbindung aus Schutz, Federung und Vorwärtsdrang. Das nimmt ihm etwas von der letzten Schärfe im Vergleich zu echten Racern und zum extremeren Megablast, macht ihn aber genau dadurch so breit einsetzbar. Wer einen harten, direkten, maximal auf Punch ausgelegten Aufbau sucht, wird hier nicht vollständig fündig. Wer dagegen eine hochklassige Trainingsmittelsohle will, die quick alles kann und dabei vor allem Spaß macht, bekommt hier eines der überzeugendsten Setups seiner Klasse.
Nils: Ich gehe bei der Mittelsohle in vielen Punkten mit Marcel mit – vor allem bei der Einordnung, dass hier der größte Entwicklungsschritt gegenüber dem Vorgänger stattgefunden hat. Gleichzeitig ist mein Blick darauf stark davon geprägt, dass ich den Superblast 2 gerade wegen seiner etwas festeren, stabileren Abstimmung sehr geschätzt habe.
Genau deshalb battle ich anfangs auch leicht skeptisch, ob ein spürbar weicheres und „bouncigeres“ Setup für meinen Anwendungsfall – insbesondere lange, progressive Läufe – wirklich ein Improve sein würde. In der Praxis hat sich aber relativ schnell gezeigt, dass ASICS hier einen sehr guten Mittelweg gefunden hat.
Was mir direkt aufgefallen ist, ist, wie viel zugänglicher sich die Mittelsohle anfühlt. Während der Vorgänger oft ein gewisses Maß an Aktivität eingefordert hat, um wirklich „zum Leben zu kommen“, liefert der ASICS Superblast 3 seine Rückmeldung deutlich früher im Schrittzyklus. Der Bounce ist präsenter, aber gleichzeitig nicht übertrieben oder unruhig. Gerade im lockeren bis moderaten Tempo wirkt das Setup dadurch spürbar angenehmer und weniger fordernd.
Trotzdem bleibt ein Kerncharakter erhalten, den ich am Vorgänger geschätzt habe: die kontrollierte Dämpfung. Der Schuh ist weich, aber nicht nachgiebig im negativen Sinne. Man sinkt nicht weg, sondern wird vielmehr geführt und unterstützt. Das ist aus meiner Sicht der entscheidende Unterschied zu einigen anderen Supertrainern, die zwar spektakulär weich sind, aber auf Dauer an Effizienz verlieren.
Besonders im Longrun-Kontext wird diese Abstimmung sehr deutlich. Die Mittelsohle filtert Belastungen effektiv heraus und sorgt dafür, dass sich die Beine auch nach vielen Kilometern noch vergleichsweise frisch anfühlen. Gleichzeitig bleibt aber immer genug Rückmeldung vom Untergrund erhalten, um den Schritt aktiv zu gestalten. Ich hatte nie das Gefühl, „entkoppelt“ zu laufen, sondern eher, auf einer sehr intestine gedämpften, aber trotzdem reaktiven Plattform unterwegs zu sein.
In Bezug auf die Stabilität kann ich Marcels Eindruck ebenfalls bestätigen, würde ihn aber aus meiner Perspektive sogar noch etwas stärker gewichten. Durch die Kombination aus breiter Plattform, der unteren, strukturgebenden Schaumschicht und – wie bereits im Higher angesprochen – dem leicht tieferen Stand im Schuh entsteht ein sehr sicheres Gesamtgefühl. Gerade wenn die Ermüdung zunimmt, macht sich das bemerkbar. Der Schuh bleibt kontrollierbar, ohne dass man aktiv gegenarbeiten muss.
Beim Abrollverhalten empfinde ich den Superblast 3 ebenfalls eher als flüssig und rhythmisch als aggressiv. Für mich ist das ein klarer Vorteil im Coaching, weil der Schuh sich nicht in den Vordergrund drängt. Er unterstützt den Laufstil, ohne ihn zu dominieren. Gerade bei längeren Einheiten mit wechselnden Tempi entsteht dadurch ein sehr harmonischer Bewegungsablauf.
Unterm Strich würde ich sagen: ASICS hat es geschafft, die größte Schwäche, die manche im Vorgänger gesehen haben – nämlich die etwas zurückhaltende Dynamik – zu adressieren, ohne die zentrale Stärke zu verlieren. Für mich ist die Mittelsohle des Superblast 3 deshalb nicht einfach „besser“, sondern vor allem kompletter geworden.
Außensohle
Marcel: Die Außensohle ist beim Superblast 3 ein vergleichsweise unspektakulärer Teil eines stimmigen Gesamtpakets. ASICS setzt auf eine Kombination aus ASICSGRIP und AHARLO, additionally auf einen Aufbau, der nicht auf maximalen Grip sondern auf Langlebigkeit optimiert ist und zudem funktional genau dort Gummi platziert, wo es für Traktion und Haltbarkeit besonders related ist.
In der Praxis ist die Gummierung großzügig genug und vor allem auch abriebfest, um eine entsprechende Langlebigkeit sicher zu stellen. Auf trockenem Asphalt ist der Grip intestine und unauffällig. Gleichzeitig sollte man den Schuh nicht künstlich zum Gripmonster erklären. Dafür fehlt ihm diese letzte Schärfe, vor allem wenn man ihn mit wirklich aggressiv abgestimmten Außensohlen mit reiner ASICSGRIP-Gummierung vergleicht. Dort ist dann allerdings auch der Abrieb deutlicher Stärker, beispielsweise bei den Metaspeed-Modellen. Für die auf hohe Gesamtkilometer ausgelegte Blast-Serie ist die verwendete Gummimischung daher ein guter Kompromiss, gerade unter trockenen Bedingungen.
Für den gedachten Einsatzbereich reicht das aber absolut. Der Schuh ist klar für Straße und intestine laufbare Wege gedacht, und genau dort funktioniert die Außensohle zuverlässig. Ich bin ihn auf Asphalt, Waldwegen und auch auf der Bahn gelaufen. Gerade auf Waldwegen zeigt sich, dass der Schuh zwar kein Spezialist für lose oder technischere Untergründe ist, aber genug Traktion und ausreichend Gummi an den relevanten Abriebsstellen mitbringt, um auch solche Abstecher problemlos mitzunehmen.
Auch hier zeigt sich der Allround-Anspruch des Superblast 3. Anders als Modelle, die maximale Efficiency und minimales Gewicht noch kompromissloser priorisieren, setzt er auf eine sehr vernünftige Stability aus Grip, Haltbarkeit und rundem Abrollverhalten.
Positiv ist vor allem der Eindruck bei der Haltbarkeit. Nach intestine 150 Kilometern, von denen ich etwa 50% auf Asphalt, 30% auf Waldwegen und 20% auf dem Observe zurückgelegt habe, weißt die Außensohle noch keinen nennenswerten Abrieb auf. Das ist natürlich noch kein endgültiges Langzeiturteil, aber der bisherige Eindruck ist klar positiv. Gerade bei einem Schuh dieser Klasse und dieses Preises ist das wichtig, weil Vielseitigkeit und hoher Nutzwert nur dann wirklich etwas wert sind, wenn die Außensohle das auch langfristig trägt. Im Second spricht vieles dafür, dass der Superblast 3 auch hier solide abliefern wird.
Unterm Strich ist die Außensohle additionally keine heimliche Hauptattraktion des Schuhs, aber ein wichtiger Grund, warum das Gesamtpaket so rund wirkt. Sie liefert sicheren, alltagstauglichen Grip, genügend Gummierung und bislang einen guten Eindruck bei der Haltbarkeit.
Nils: Ich sehe die Außensohle sehr ähnlich wie Marcel – sie drängt sich nicht in den Vordergrund, ist aber ein entscheidender Baustein dafür, dass der ASICS Superblast 3 im Alltag so intestine funktioniert. Gerade weil Mittelsohle und Experience so viel Aufmerksamkeit bekommen, fällt quick schon positiv auf, wie unaufgeregt und funktional ASICS diesen Bereich gelöst hat.
Im direkten Vergleich zum Vorgänger habe ich hier keine grundlegenden Veränderungen wahrgenommen, was ich in diesem Fall sogar als gutes Zeichen werte. Der Superblast 2 battle für mich bereits ein sehr verlässlicher Schuh in Bezug auf Grip und Haltbarkeit, und genau dieses Gefühl setzt sich beim Superblast 3 nahtlos fort.
In der Praxis bedeutet das vor allem eines: Man muss sich über die Außensohle keine Gedanken machen. Auf trockenem Asphalt funktioniert der Grip absolut zuverlässig, ohne jemals besonders hervorzuheben. Gleichzeitig hatte ich auch auf leicht feuchtem Untergrund oder auf intestine laufbaren Waldwegen nie das Gefühl, an die Grenzen der Traktion zu kommen. Der Schuh bleibt berechenbar und sicher, was gerade bei längeren Läufen oder bei zunehmender Ermüdung ein wichtiger Faktor ist.
Was ich besonders schätze, ist die Artwork und Weise, wie die Außensohle das Laufgefühl unterstützt, ohne es zu verfälschen. Es gibt keine harten Übergänge oder störenden Kontaktpunkte, die den Rhythmus beeinflussen. Stattdessen entsteht ein sehr gleichmäßiger, flüssiger Abdruck, der intestine zur Charakteristik der Mittelsohle passt.
Beim Thema Haltbarkeit kann ich Marcels positiven Eindruck ebenfalls bestätigen. Nach meinen bisherigen knapp 130 Kilometern zeigt die Außensohle kaum sichtbaren Verschleiß, obwohl ich den Schuh überwiegend auf Asphalt und teilweise auch auf festeren Schotterwegen gelaufen bin. Gerade im Kontext eines hochpreisigen, vielseitigen Trainers ist das für mich ein wichtiger Punkt, weil sich der Nutzen eines solchen Schuhs erst über viele Kilometer wirklich entfaltet.
Unterm Strich ist die Außensohle für mich genau so abgestimmt, wie sie bei einem Schuh dieser Kategorie sein sollte. Sie versucht nicht, durch excessive Eigenschaften zu glänzen, sondern liefert konstant das, was man im Coaching braucht: Verlässlichkeit, Haltbarkeit und ein rundes Gesamtgefühl.
Laufgefühl
Marcel: Ich bin den Schuh von sehr lockeren Regenerationseinheiten bis hin zu kurzen und schnellen Intervallen gelaufen, auf Distanzen zwischen 5 und 21 Kilometern, bei Regen und Trockenheit, auf Asphalt, Waldwegen und dem Observe.
Schon bei lockeren Läufen fällt auf, wie intestine der Schuh mit ruhigem Tempo umgehen kann. Viele performanceorientierte Supertrainer leben zwar nominell von ihrer Vielseitigkeit, wirken bei wirklich entspannten Läufen aber latent überdimensioniert oder mechanisch. Der Superblast 3 macht das besser. Er läuft stabil und bouncy, ohne hektisch oder fordernd zu werden. Das ist einer der Gründe, warum ich in kurzer Zeit bereits so viele Kilometer damit gesammelt habe. Der Schuh drängt sich nicht auf, sondern macht es einem leicht, ihn immer wieder aus dem Regal zu nehmen.
Gerade hier liegt auch ein wichtiger Unterschied zum Megablast. Der Megablast wirkt im besten Sinne extremer und stärker auf maximalen Bounce ausgerichtet. Der Superblast 3 ist dafür bei ruhigen und mittleren Tempi die selbstverständlichere, unaufgeregtere Lösung und damit für mich im Alltag der breiter einsetzbare Schuh.
Bei lockeren Erholungsläufen und zügigeren Tempodauerläufen spielt der Superblast 3 seine Stärken besonders intestine aus. Der Bounce bleibt präsent, die Mittelsohle schützt weiterhin sehr intestine, und trotzdem fühlt sich der Schuh nie träge an. Gerade diese Mischung aus Komfort und Lebendigkeit macht ihn so besonders.
Er ist nicht nur weich, sondern unter Final auch aktiv genug, um das Tempo mühelos anzuheben. Deshalb funktioniert er für mich auch auf längeren Läufen hervorragend. Die Plattform bleibt stabil, das Laufgefühl bleibt kontrolliert, und der Schuh verliert seinen Bounce und seine Stabilität für mich als Neutralläufer auch dann nicht, wenn die Beine schwerer werden.
Selbst im Bereich Marathonpace, Schwelle und bei Intervallen macht der Superblast 3 mehr richtig als viele andere hochgedämpfte Coach. Auch dort bleibt er stabil und bouncy. Der Unterschied liegt eher darin, wie er diese Geschwindigkeit erzeugt. Er fühlt sich nicht wie ein Racer an, sondern wie ein sehr leistungsfähiger Trainingsschuh, der auch bei höherem Tempo sauber mitläuft. Für Tempodauerläufe und Marathonpace ist das oft sogar die angenehmere Lösung, weil der Schuh weniger aggressiv und dafür gutmütiger ist.
Erst wenn es wirklich schnell wird, fehlt mir der letzte Punch. Für scharfe Intervalleinheiten und im Wettkampf bringt ein echter Racer wie der ASICS Metaspeed Sky oder Edge einfach mehr Direktheit und mehr finalen Vortrieb. Und genau hier trennt sich der Superblast 3 auch vom Megablast: weniger Explosion, dafür mehr Kontrolle und mehr Breite über die gesamte Trainingswoche.
Gerade darin liegt aber kein echter Makel, sondern eher die logische Einsatzgrenze. Der Superblast 3 will kein Racingschuh mit Trainingsbonus sein, sondern ein Supertrainer mit ungewöhnlich großem Einsatzbereich.
Und genau das setzt er für mich hervorragend um. Besonders interessant finde ich dabei, dass seine Stabilität auch bei Ermüdung erhalten bleibt. Das macht ihn gerade für längere Läufe und vielleicht auch für viele Marathonläufer interessant, die im Rennen nicht jede letzte Minute herauspressen wollen, sondern von einem stabileren, gutmütigeren und dennoch dynamischen Schuh mehr profitieren.
Dass ich nach 150 Kilometern bei quick jeder Einheit automatisch zum Superblast gegriffen habe, sagt letztlich mehr als jede technische Analyse. Es gibt nicht viele Schuhe, die in quick jedem Tempo-Bereich wirklich Spaß machen. Der Superblast 3 gehört für mich klar dazu.
Nils: Ich finde es spannend, dass Marcel den Superblast 3 so breit über verschiedene Intensitäten hinweg getestet hat – mein Schwerpunkt lag deutlich stärker auf längeren Läufen, und genau dort zeigt der ASICS Superblast 3 für mich seine größte Stärke.
Was mir bereits in den ersten Einheiten aufgefallen ist, ist diese sehr natürliche, quick schon intuitive Artwork zu laufen. Der Schuh funktioniert im ruhigen Tempo sofort, ohne dass man sich an ihn „anpassen“ muss. Gerade im Vergleich zu manchen Supertrainern, die erst bei höherem Druck ihr Potenzial entfalten, fühlt sich das hier deutlich zugänglicher an. Man läuft los – und der Schuh macht einfach seinen Job.
Im lockeren Bereich empfinde ich ihn ähnlich wie Marcel als sehr angenehm und unaufgeregt, allerdings mit einem für mich entscheidenden Zusatz: Er vermittelt trotz der weichen Dämpfung immer ein Gefühl von Kontrolle. Das battle auch etwas, das ich am Vorgänger geschätzt habe, und genau dieses Ingredient bleibt erhalten. Der Unterschied ist, dass sich der Schuh jetzt lebendiger anfühlt, ohne dabei unruhig zu werden.
Seine eigentliche Qualität zeigt sich für mich aber im Longrun mit progressiver Gestaltung. In den ersten Kilometern liefert der Schuh genau das, was man sich wünscht: Schutz, Komfort und ein sehr gleichmäßiges Abrollen. Je länger der Lauf dauert und je mehr man das Tempo anzieht, desto stärker kommt dann die Dynamik zum Tragen. Der Übergang ist dabei fließend – es gibt keinen Punkt, an dem der Schuh plötzlich „umschaltet“, sondern vielmehr das Gefühl, dass er mit dem Tempo mitwächst.
Gerade auf den letzten Kilometern meiner längeren Läufe, wenn die Endbeschleunigung ansteht, spielt der Schuh für mich seine größte Stärke aus. Der Bounce im Vorfuß wird dann deutlich präsenter und unterstützt aktiv den Abdruck, ohne ihn zu erzwingen. Das sorgt dafür, dass sich auch schnellere Abschnitte am Ende eines langen Laufs noch kontrolliert und effizient laufen lassen.
Im Vergleich zu Marcels Einschätzung im schnelleren Bereich würde ich leicht differenzieren. Ich sehe ebenfalls, dass dem Schuh im absoluten Prime-Pace der letzte Punch fehlt – gerade im Vergleich zu Racern wie dem ASICS Metaspeed Sky. Gleichzeitig empfinde ich ihn im Bereich von Marathonpace bis hin zu längeren Schwellenabschnitten als extrem angenehm zu laufen. Vielleicht nicht maximal aggressiv, aber dafür sehr effizient und vor allem konstant.
Für mich liegt genau darin die Stärke: Der Superblast 3 ist kein Schuh, der einzelne Einheiten maximiert, sondern einer, der über viele Kilometer hinweg konstant ein sehr hohes Niveau liefert. Gerade wenn die Beine müde werden, zahlt sich das aus. Die Stabilität bleibt erhalten, der Schritt bleibt kontrolliert, und man hat nie das Gefühl, gegen den Schuh arbeiten zu müssen.
Wenn ich es auf meine Nutzung herunterbreche, dann ist der Superblast 3 für mich vor allem eines: ein Longrun-Spezialist mit ungewöhnlich viel Bandbreite. Kein klassischer „Do-it-all“-Schuh im Sinne von Intervallen bis Wettkampf, aber einer, der genau die Einheiten, die im Coaching den größten Anteil ausmachen, auf ein extrem hohes Niveau hebt.
Und genau deshalb greife ich aktuell bei quick jedem längeren Lauf automatisch zu diesem Modell – nicht, weil er in allem der Beste ist, sondern weil er in seinem Kernbereich so konstant überzeugt.
Zusammenfassung und Empfehlung
Marcel: Der Superblast 3 ist für mich vor allem eines: Eine äußerst vielseitige Spaßmaschine. Genau das ist letztlich sein größter Trumpf, weil er dieses Versprechen nicht nur in speziellen Pacebereichen erfüllt, sondern bei erstaunlich vielen Tempi und quick allen Trainingseinheiten.
Der Asics Superblast 3 ist für mich genau der Schuh, den ich mir nach dem für mich eher enttäuschenden Superblast 1 erhofft hatte. Er behält die Grundidee des Modells bei, korrigiert aber die aus meiner Sicht zentralen Schwachpunkte des Vorgängers: das etwas blockige, zu wenig lebendige Laufgefühl sowie die zu lange und gleichzeitig sehr schmale Passform in der Zehenbox.
Der Superblast 3 ist hingegen deutlich weicher, bounciger, zugänglicher und insgesamt harmonischer abgestimmt. Vor allem aber schafft er etwas, das in dieser Kategorie selten ist: Er verbindet eine maximale Dämpfung mit echter Alltagsfreude über ein extrem breites Spektrum an Paces.
Besonders intestine geeignet ist er für neutrale Läufer, die einen hochwertigen Supertrainer suchen, der lockere Erholungsläufe, die tägliche Runde um den Block, lange (Tempo-) Dauerläufer hervorragend abbilden kann.
Wer genau dieses One-Shoe-Rotation-Konzept magazine, bekommt hier eines der überzeugendsten Modelle am Markt. Auch für Marathonläufer, die eher Stabilität, Schutz und Vielseitigkeit suchen als maximale Aggressivität, ist der Superblast 3 sehr interessant. Gerade für viele Läufer im Bereich von vier bis fünf Stunden Marathonzeit kann das in der Praxis sogar die sinnvollere Wahl sein als ein kompromissloser Racer, besonders wenn die Laufökonomie gegen Ende nachlässt. Sehr ambitionierte Läufer kombinieren den SB3 mit einem der Metaspeed-Modelle, um für den Wettkampftag noch einen „Extragang“ in der Hinterhand zu haben.
Weniger passend ist der Schuh hingegen für Läufer, die für schnelle Intervalle und Wettkämpfe maximale Direktheit und den letzten Punch erwarten. Dafür ist der Superblast 3 trotz aller Dynamik zu sehr Coach geblieben, was ich hier ausdrücklich positiv meine. Auch wer mit sehr weichen, sehr hohen Plattformen grundsätzlich Probleme hat oder mehr Führung als ein neutraler Supertrainer braucht, sollte sorgfältig prüfen, ob der SB3 wirklich zum eigenen Laufstil passt.
Innerhalb des ASICS-Portfolios nimmt der Superblast 3 für mich eine sehr klare Rolle ein. Er ist der vielseitige, plattenlose Premium-Supertrainer, der mehr kann als ein klassischer Day by day Coach, aber bewusst weniger spezialisiert ist als ein echter Racer.
Wer maximalen Bounce mit einer etwas festeren Mittelsohle und einem noch mehr Halt vermittelnden Obermaterial sucht, wird innerhalb der Blast-Familie eher im Megablast fündig; wer jedoch einen äußerst vielseitigen, verlässlichen und im besten Sinne alltagstauglichen Trainingspartner sucht, kommt am Superblast 3 nicht vorbei.
Der Preispunkt ist für einen Schuh ohne Platte und direkten Wettkampf-Fokus durchaus ambitioniert. Gleichzeitig liefert der SB3 jedoch auch ein Laufgefühl und eine Einsatz-Bandbreite verbunden mit einer sehr guten Haltbarkeit, was den Preis für das Gesamtpaket (noch) angemessen erscheinen lässt.
Meine Kaufempfehlung fällt entsprechend sehr klar aus: Wer einen neutralen, maximalgedämpfen, leichten und außergewöhnlich vielseitigen Supertrainer sucht, sollte den Superblast 3 definitiv auf die Shortlist setzen. Für mich ist er nicht nur klar besser als der Superblast 1& 2, sondern einer dieser seltenen Schuhe, die man quick blind für sehr viele Einheiten wählen kann. Und genau das macht ihn so stark.
Marcels Punktzahl: 9.50/10
Laufgefühl: 9.5 – Passform: 10 – Wert: 9 – Stil: 8
Nils: Ich kann mich Marcel in der grundsätzlichen Einordnung sehr anschließen, würde die Empfehlung aber aus meiner Perspektive noch etwas stärker über den Langstreckencharakter des Schuhs definieren.
Der ASICS Superblast 3 ist für mich in erster Linie ein Schuh, der seine größte Stärke nicht in der Breite einzelner Einheiten, sondern in der Qualität langer Belastungen ausspielt. Gerade bei meinen Longruns mit progressiven Anteilen hat er sich als extrem zuverlässiger Accomplice erwiesen, der Komfort, Schutz und Dynamik sehr sauber miteinander verbindet.
Im Vergleich zum Vorgänger empfinde ich den Superblast 3 als klar zugänglicher und lebendiger, ohne dass er seine strukturelle Stärke verloren hat. Genau diese Kombination macht ihn für mich besonders interessant: Er ist weich genug, um lange Läufe angenehm zu machen, aber stabil genug, um auch am Ende eines Trainings noch sauber und kontrolliert zu laufen.
Für mich ergibt sich daraus ein sehr klares Einsatzprofil. Kaufen sollten ihn vor allem Läuferinnen und Läufer, die einen hochwertigen Trainingsschuh suchen, der lange Einheiten nicht nur „aushält“, sondern aktiv besser macht. Besonders im Marathontraining spielt der Schuh seine Stärken aus, wenn es darum geht, viele Kilometer effizient und verletzungsarm abzuspulen, ohne auf ein gewisses Maß an Dynamik verzichten zu müssen.
Ich sehe ihn weniger als klassischen Allrounder im Sinne eines Schuhs für alles, sondern eher als „Longrun-Hub“ innerhalb einer Rotation. In Kombination mit einem schnelleren, direkteren Schuh für Intervalle oder Wettkampf entsteht aus meiner Sicht das sinnvollste Setup. Genau hier passt auch Marcels Hinweis auf die Kombination mit den Metaspeed-Modellen sehr intestine ins Bild.
Nicht die erste Wahl ist der Superblast 3 für Läufer, die ihre Schuhe primär über kurze, harte Intervalle oder sehr schnelle Einheiten definieren. Hier fehlt ihm naturgemäß die letzte Aggressivität und Direktheit, die spezialisierte Racer liefern. Ebenso werden Läufer, die sehr tief am Boden laufen oder extrem direkte Rückmeldung bevorzugen, vermutlich eher mit flacheren, strafferen Modellen glücklicher.
Innerhalb der ASICS-Welt würde ich ihn ebenfalls klar als Premium-Supertrainer einordnen, der bewusst zwischen Day by day Coach und Racer steht, aber mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Coaching und Umfang.
Unterm Strich ist der Superblast 3 für mich kein „Schuh für alles“, sondern ein Schuh für sehr viel – insbesondere für alles, was lange dauert. Und genau in diesem Bereich gehört er aktuell für mich zu den besten Optionen, die man bekommen kann.
Nils’ Punktzahl: 9.53/10
Laufgefühl: 10 – Passform: 9.5 – Wert: 8.5 – Stil: 8
5 Vergleiche
ASICS Superblast 1 / 2; RTR-Testbericht: hier
Marcel: Auf diesen Vergleich bin ich im Testbericht bereits sehr ausführlich eingegangen. Der Superblast 3 wirkt spürbar bounciger und weniger blocky, additionally genau dort verbessert, wo mich der Superblast 1 nie ganz abgeholt hat. Dazu kommt die gelungenere Passform, die nunmehr TTS ist und eine breitere Zehenbox bietet. Für mich gewinnt der SB3 diesen Vergleich daher ganz klar in jeder Hinsicht. Lediglich all jene, die die eher feste Mittelsohle sowie die lange swchmale Passform des SB1 mochten, haben aktuell die Möglichkeit, sich günstig noch ein paar Exemplare zu sichern.
Nils: Der ASICS Superblast 2 battle für viele der Inbegriff eines maximal vielseitigen Longrun-Schuhs, allerdings mit eher kontrollierter, etwas zurückhaltender Dynamik. Im Vergleich zum Superblast 3 fühlt er sich weniger bouncy und weniger spielerisch an, dafür minimal strukturierter und etwas direkter. Für dich battle er klar ein sehr starker Longrun-Schuh, aber noch nicht so lebendig wie die aktuelle Model. Beide TTS – aber etwas mehr Volumen und Breite im Vorfuß des SB3.
ASICS Megablast; Deutscher RTR-Testbericht: hier
Marcel: Der Megablast ist innerhalb des Portfolios der naheliegende Vergleich, weil er noch stärker auf Bounce und Dynamik ausgerichtet ist.
Für mich wirkt der Superblast 3 im Alltag aber ausgewogener und zugänglicher, auch weil sein Higher besser zu meinem Fuß passt und auch sonst die deutlich komfortablere Passform hat.
Der Megablast ist hingegen bei schnelleren Einheiten noch ein wenig bounciger, hat eine festere Mittelsohle und eine raceorientierte Passform.
Gerade wenn man nicht nur schnell, sondern auch viel und entspannt laufen will, ist der Superblast 3 für mich die noch überzeugendere Wahl zwischen zwei hervorragenden Modellen.
Nils: Der ASICS Megablast ist die deutlich extremere, dynamischere Interpretation eines modernen Supertrainers innerhalb der ASICS-Blast-Familie. Im Vergleich zum Superblast 3 wirkt er explosiver, aggressiver und stärker auf maximalen Rebound ausgelegt, verliert dafür etwas an Gutmütigkeit und Allround-Komfort. Er ist eher die „Spaß- und Efficiency-Variante“ als der konstante Trainingspartner. Superblast größenecht; Für den Megablast empfehle ich eine halbe Größe größer zu wählen.
Puma MagMax 2; RTR-Testbericht: hier
Marcel: Der Puma MagMax 2 hat ebenfalls eine breite und stabile Plattform.
Der Superblast 3 fühlt sich jedoch deutlich lebendiger und vielseitiger an, insbesondere bei schnelleren Einheiten. Dies liegt neben dem deutlich geringeren Gewicht vor allem auch an er wesentlich weicheren Mittelsohle. Vorne liegt der MagMax 2 jedoch hinsichtlich der Griffigkeit der Außensohle.
Wer einen lauffreudigen Allrounder mit weicher Mittelsohle sucht, greift zum SB3; wer mehr Fokus auf Stabilität und eine sehr griffige Außensohle legt, kann sich den MagMax 2 auf jeden Fall einmal näher ansehen.
Nike Vomero Plus; RTR-Testbericht: hier
Nils: Der Nike Vomero Plus setzt traditionell stark auf Komfort und Schutz über viele Kilometer, mit einem eher weichen, gedämpften Laufgefühl. Seine Mittelsohle kann überraschenderweise quick genauso lebendig sein wie die des Superblast, allerdings ist bei höheren Geschwindigkeiten klar das deutlich höhere Gewicht spürbar. Der Vomero Plus ist nach wie vor mein bevorzugter Longrunschuh für lockeres Tempo. Der Superblast 3 kann diese lockeren Läufe genauso intestine, ist aber immer dann klar im Vorteil, wenn noch irgendeine Artwork Aufgabe im Longrun versteckt ist. Beide größenecht.
adidas Hyperboost Edge; RTR-Testbericht: hier
Nils: Für mich der vielleicht relevanteste Vergleich zum Superblast 3. Die Mittelsohle aus Hyperboost Professional Materials ist etwas fester als die des ASICS, bietet aber tatsächlich noch mehr Bounce und Energie. Auch die Außensohle des adidas ist nochmal besser. Doch leider hat adidas versucht beim Obermaterial den Life-style-Aspekt des Schuhs voranzutreiben, wodurch der Hyperboost deutlich weniger bequem und atmungsaktiv ist. Dies ist der einzige Grund, warum ich den Superblast speziell für meine Longruns bevorzuge. Wer kein Downside mit dem adidas Higher hat, findet im Hyperboost eine ebenbürtige Various. Beide größenecht, aber etwas mehr Raum im Vorfuß des Superblast.
Hyperlink zum englischen RTR-Check des ASICS Superblast 3: HIER
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Die Schuhe, die Grundlage dieses Assessments sind, wurden uns von ASICS kostenlos zur Verfügung gestellt. Die dargestellten Meinungen sind unsere eigenen.
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